Brief des Pfarrers, März 2026
Somit ist eine Bandbreite von fast einem Monat gegeben. Die dem Osterfest vorgelagerte Fastenzeit bestimmt den Aschermittwoch und damit verbunden den Termin des Faschingdienstages.
Vierzig Tage nach Ostern wird Christi Himmelfahrt gefeiert, denn nach biblischer Überlieferung ist der auferstandene Christus vierzig Tage den Aposteln und Jüngern erschienen. Nach fünfzig Tagen erfolgte die Aussendung des Hl. Geistes, was wir zu Pfingsten feiern. Zehn Tage danach wird, wo es möglich ist, der große Fronleichnamstag gefeiert. So bestimmt der Ostertermin die Zeit vom Aschermittwoch bis Fronleichnam.
Aber unberührt von diesen Terminschwankungen erwacht in unseren Breiten die Natur zu neuem Leben nach der Winterpause. Die Tage werden länger, die Sonne gewinnt an Kraft, es wird langsam wieder grün, die ersten Blüten öffnen sich und die Tiere treffen Vorbereitungen, um ideale Voraussetzungen für ihren Nachwuchs zu schaffen. Eine freudvolle Zeit, die auch die meisten Menschen erfreut.
Ein Blick in die Natur kann uns auch das große Ostergeheimnis besser verstehbar machen. Nicht der Tod beendet das Leben, sondern ist ein notwendiger Übergang zum neuen und ewigen Leben, das uns allen zugesagt ist.
Deshalb schmücken wir ja auch unsere Gräber mit Symbolen des Lebens, wie Blumen und Kerzen. Jesus selbst greift in seinen Predigten gerne diese Bilder aus der Natur auf. Nicht das Eingraben eines Samenkornes ist seine Endbestimmung, sondern eine Notwendigkeit, damit es zu neuem Leben heranwachsen kann.
Für mich persönlich ist ein aufmerksamer Blick in die Natur die deutlichste Predigt, die mir die Geheimnisse des Lebens erschließt.

Auf schöne gemeinsame Feiern freuen sich das Mitarbeiterteam und Pfarrer Hüttl und wünschen Frohe Ostern.
Ihr Pfarrer Horst Hüttl