Brief
des Pfarrers, Dezember 2025
Weihnachten wird die Wende bringen und die Tage werden wieder länger. Die Lichtsymbolik ist untrennbar mit dem Geheimnis der Weihnacht verbunden. Die Propheten verkündeten schon Jahrhunderte vor der Geburt Jesu: „Ein Licht strahlt auf in dunkler Nacht.“
So ist es auch nicht verwunderlich, dass man als Feiertag für das Fest der Geburt des Gottessohnes den Ehrentag des römischen unbesiegbaren Sonnengottes wählte. War und ist doch bis heute nicht geklärt, an welchem Tag Jesus das Licht der Welt erblickte. Historisch beweisbar ist nur, dass es sich in Bethlehem ereignete.
Die eigentliche frohe und tröstliche Botschaft, die sich hinter der Bildsprache verbirgt, ist aber, dass Gott immer dann in unsere Welt und unser Leben eintritt, wenn es dunkel und kalt wird. Ob wir dieses Angebot, diese Einladung annehmen oder nicht liegt in unserer Eigenverantwortung. Gott kam in seinem Sohn in einer für das auserwählte Volk dunklen Phase der römischen Fremdherrschaft, der Unterdrückung und Ausbeutung. Manche Menschen haben ihn anerkannt und als den erwarteten Messias akzeptiert, viele aber auch nicht. Gerade als Getaufte sind wir geradezu aufgefordert, unser Alltagsleben so zu gestalten, dass wir als seine „Werkzeuge“ Licht und Wärme in das oftmals vorhandene Dunkel unserer Mitmenschen bringen. In jeder Situation, in der uns dies gelingt, ereignet sich Weihnachten, unabhängig vom Datum.
So darf ich ein besinnliches Weihnachtsfest wünschen und Gottes Segen für das neue Jahr 2026.
Ihr Pfarrer Horst Hüttl
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